Im Mittelalter gründen sich mehrere Krankenpflege-Orden, die teilweise eigene Hospitäler betreiben.
Der Gedanke, den Alten und Kranken beizustehen und sie in einer sicheren und ruhigen Umgebung zu pflegen und zu versorgen, ist sehr alt. Bereits im frühen Mittelalter ab dem 6. Jahrhundert betreiben Kirchen und Klöster sogenannte Hospize und Hospitäler – Begriffe, die sich aus dem lateinischen „hospitium“ für Herberge ableiten.
Die Hospize stehen auch Fremden und Reisenden offen, die ebenfalls Schutz und Unterkunft benötigen. Vor allem Pilger nutzen sie auf ihrer Reise. So übernehmen die Hospize schon bald eine doppelte Aufgabe als Pilgerherberge und als soziale Einrichtung für Arme, Alte und Kranke.
Etwa ab dem 11. Jahrhundert versteht man unter Hospizen nur noch die Herbergen an den Pilgerwegen. Einrichtungen, die sich um Arme, Alte, Kranke oder Waisenkinder kümmern, nennt man dagegen Hospitäler.
Die Idee, ein eigenes Haus für Sterbende zu schaffen, ist jüngeres Datum. 1842 gründete die Französin Jeanne Garnier in Lyon ein Haus für Sterbende, ein ähnliches Haus gründete 1879 irische Nonnen.
Jeanne Garnier (1811 - 1853) war eine französische Sozialreformerin und christliche Wohltäterin, die als Wegbereiterin der modernen Sterbebegleitung galt. Mit ihrer Fürsorge für unheilbar kranke Menschen und der Gründung der Œuvre du Calvaire schuf sie ein Modell der Begleitung am Lebensende, das die Entwicklung der Palliativversorgung nachhaltig beeinflusste.
